Eine Geschichte der Heilung: Ereignisse, Fotos, Entwicklungen und Gedanken - Christa Benz und Marcus Kuhn- Zurück ins Leben - Juni 2012, erste Bilder, Prognosen und Erinnerungen - Wie es 2014 weitergeht - 2017 - 2018 |
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Wie es 2014 weitergeht |
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Der Rollstuhl in Stehposition – so begrüßen wir das neue Jahr. Marcus kann nicht sprechen und sich nicht bewegen.![]() Das woran wir aus tiefstem Herzen glauben realisiert sich, weil das die stärkste ENERGIE besitzt. |
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Mit schrecklich viel Büroarbeit begann das Jahr. Zu viel war liegen geblieben, weil ich einfach nicht mehr Zeit hatte.
Die „AKTION Marcus'n'Roll“ unterstützte uns finanziell. Wir sammelten Geld für den Treppenlift. Freche Chansons am Sonntagabend Monika Kolar (Klavier, Konversation, Klartext) und Rebecca-Madeleine Katz (Koloratursopran, Kopfputz, Klunker) |
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Wir wohnen im Hochparterre eines Mehrfamilienhauses. Darunter befindet sich die Klavierschule.![]() |
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Endlich konnte Marcus das Haus wieder verlassen. (Das gelang schon im Spätsommer 2013 zum ersten Mal.)
Ich kämpfte für einen stabileren Rollstuhl (bis Juni 2014), für unsere vielen Stadtspaziergänge und erhoffte mir ein bisschen Erholung in Allensbach am Bodensee. Fehlanzeige!! |
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Der neue Rollstuhl: Permobil 500 Preis: 17.400,- € Ausgestattet unter Anderem mit Stehfunktion, die sehr wichtig für die Stabilisierung des Kreislaufes ist. Stehen stärkt zudem die Beinmuskulatur und verhindert eine Verkürzung der Sehnen am Fußgelenk (Spitzfußprophylaxe) Häufige Veränderungen der Sitzposition verhindern das Wundsitzen (Dekubitus). 1. - 11. August 2014: Unseren Reha-Aufenthalt in Allensbach, Kliniken Schmieder hatten wir uns ganz anders vorgestellt |
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Schon ab Februar 2014 beschäftigte ich mit einem möglichen Reha-Aufenthalt für mich und Marcus. Meine Gedanken: Ein "Tapetenwechsel" für Marcus, raus aus der Stadt, ev. bessere therapeutische Unterstützung und auch für mich ein bisschen Erholung, Ruhe finden, nicht kochen müssen, Abstand bekommen, Sonne tanken bei Spaziergängen am Bodensee, etwas an Gewicht zuhnemen (Ich hatte inzwischen fast 10 kg abgenommen und wog knapp 50 kg) ... |
In Phase C kann man als Ehepaar zusammen wohnen. Das war mir wichtig. Es gibt Frühstückszeiten, Mittagessen- und Abendessenszeiten, wie in einem Hotel. Angebotene Therapien finden dazwischen statt. Nun musste ich noch regeln, wie ich für Marcus frisch gekochte und gemixte Nahrung bekomme. Der Koch in Allensbach war sehr freundlich und kooperativ. Sein Vorschlag: Ich mixe selbst, was ich am Buffett finde. Er stellt mir einen Mixer in einem Nebenraum des Speisesaals zur Verfügung. Zudem versorge er uns mit Nüssen, Yoghurt, etc. - ein besonderes Entgegenkommen! Was zunächst hoffnungsvoll und vielversprechend klang, endete trotz langer Vorbereitungszeit in einer großen Enttäuschung. Fortsetzung folgt! |
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Wir haben viel erreicht und trotzdem ist es schwer, die Langsamkeit der Entwicklungen zu akzeptieren und zu verstehen. Wir erlebten nun drei mal den Jahreswechsel seit Marcus krank geworden ist und man kann rückblickend deutliche Veränderungen in die richtige Richtung feststellen. Seit März halten sich die Pflegekräfte nachts in der Klavierschule auf. Wir sind also manchmal wieder allein in unserer Wohnung. Seit Pfingsten haben wir einen neuen Pflegedienst, der uns mit 6 Pflegekräften, anstatt davor mit 16-18 Personen pro Monat, unterstützt. Seit 18. August kann Marcus ohne Tracheostoma einwandfrei atmen und schlucken. Vielleicht wird Marcus im nächsten Jahr wieder normal essen, sprechen und seinen Kopf halten können. Es wäre wundervoll! | |||||
änderungen vorbehalten | |||||